TILMANN WALDTHALER
Ein Leben im Fahrradsattel
Will man die Begriffe "Fernweh", "Weltenbummler", "Globetrotter", "Abenteuer", "unendliche Freiheit", "Leben abseits aller Norm", "überleben" und "echtes Leben", frei von Zwang und Eingeengtsein in den sprichwörtlichen Beruf und Alltag auf einen Nenner bringen, gibt es nur einen Namen: TILMANN WALDTHALER: Vorbild für alle, die Fernweh plagt. Wehmut aber auch für die, welche Tilmanns ausgelebte Träume nie nachvollziehen können und ihn dafür ein Leben lang darum beneiden. Für das, was er schon gesehen und vom Fahrradsattel aus erlebt hat, hautnah: gerochen, geschmeckt, gefühlt, erfühlt. Bewunderung kommt auf für seinen Mut, seine Energie, das alles durchzuziehen, bis zum sich selbst vorgegebenen Ziel. Man ist stolz, ihn kennen zu dürfen, denn Tilmann ist trotz aller Erfolge einer der sympathischten und natürlichsten Menschen geblieben, denen man im Leben begegnen kann. Gerade vielleicht deshalb, weil er die Schönheiten und Wunder unseres Blauen Planeten so hautnah erlebt hat und ihnen stets erfurchtsvoll gegenüber stand.
Tilman Waldthaler: Während der letzten 20 Jahre fuhr ich durch menschenleere Wüsten, durch chaotische Märchenstädte. Ich durchquerte Katastrophengebiete und kurbelte vorbei an idyllischen Seen und durch atemberaubende Landschaften. Die letzten Dschungelgebiete der Welt und die höchsten Pässe im Himalaya wurden zu meinen persönlichen Herausforderungen. Als Biker habe ich einen ganz speziellen Bezug zu Menschen, deren Kultur und das Umfeld, in welchem sie sich ihr Leben gestalten, denn dort werde ich plötzlich ein Teil ihres Alltags.
Diese Erde mit anderen Menschen, Tieren und Lebewesen teilen zu dürfen, sehe ich nicht als eine Selbstverständlichkeit. Ich fühle mich sehr piviligiert, diese Touren überhaupt durchführen zu können. Unterwegs mit dem Bike immer wieder in neuen Situationen mich selbst zu entdecken und kennenzulernen, ist nach meinem Erachten der Sinn meiner Reisen.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.
Hinweis: 2009 hat sich Tilmann Waldthalber, der die ganze Welt als sein Wohnzimmer hat, mit seiner Frau in seiner Wahlheimat Australien niedergelassen. Doch das bedeutet nicht, daß er sich zur Ruhe gesetzt hat. Im Gegenteil. Tilmann durchquert den Roten Kontinent kreuz und quer, mit dem Fahrrad natürlich und wer schon mal in down under war, so wie Fernwehpark Initiator Klaus Beer, der weiß, wie riesengroß dieser Kontinent ist.
Begeistert vom Fernwehpark, hält Tilmann Waldthaler auf seinen Touren auch Ausschau nach Schildern und schickt diese nach Hof, wenn er welche auftreibt. So entstand mit seiner Hilfe SEINE "SCHILDERSTRASSE AUSTRALIA", wie in unserer Geschichte noch zu erfahren ist - die von Tilmann Waldthaler ständig mit neuen Schildern ergänzt wird. Klaus Beer: "Hätte es den Fernwehpark schon gegeben, als Tilmann mit seinen Weltumradelungen begann und hätte er von Anfang an Schilder gesammelt, so könnte sich der Sign Post Forest in Wastson Lake/Kanada warm anziehen, denn der Tilmann--Waldthaler-Remember-Fernwehpark hätte den kanadischen Schilderwald sicher bald überflügelt...
400.000 Fahrradkilometer hat Tilmann Waldthaler seit 1977 zurückgelgt. Nach seinen Abenteuern, von der Antarktis in die Arktis, vom Nordkap nach Afrika sowie die Radtour rund um den Äquator, ging der sympathische Südtiroler im Mai 2001 erneut auf große Reise. Drei Jahre wird Tilmann Waldthaler den amerikanischen Kontinent mit dem Rad von Nord nach Süd durchqueren. Dazwischen will der Weltenbummler "leben, erleben und hoffentlich überleben", wie er sagt.
Zwischenstation Hofer Fernweh-Park
Namen wie Rüdiger Nehbeg, Arved Fuchs und Reinhold Messner sind bereits im "Signs of Fame" des Hofer Fernweh-Parks vertreten. Arved sogar mit ein paar Ski einer seiner Polarexpeditionen, Rüdiger mit seinem Wasserkarren, den er auf der Human Race quer durch das australische Outback mit sich führte.
Auch Tilmann Waldhaler ist nicht mit leeren Händen gekommen. Er bringt zwei Fahrräder mit, mit denen er auf großer Tour war. 14 Räder hat er noch zu Hause. Doch an diesen Beiden hängt sein Herz ganz besonders. Und diese sollen im Fernwehpark Museum des gegenüber des Fernweh-Parks bald errichteten Fernwehpark Diner ausgestellt werden. Fachmännisch werden sie von Tilmann (Mitte) zusammengesetzt. Rechts im Bild Manfred Köhler, Redakteur des HofMagazins, der zusammen mit Waldthaler an einem neuen Buchprojekt über sein "Leben im Fahrradsattel"arbeitet.
Tilmann hat auch noch Ausrüstungs-Utensilien mitgebracht und erklärt Fernweh-Park Initiator Klaus Beer schon mal die Zuordnung zu den Rädern. Klaus ist begeistert. Packtaschen, auf denen Aufkleber prangen und Notizen mit dem Kugelschreiber stehen, verstaubt, verdreckt, von Abenteuer und Fernweh behaftet. Der Staub daran, könne aus der Sahara oder vom australischen Outback stammen. Am Gepäckträger eines Fahrrads ist ein kleines Brettchen befestigt. Es zeigt Kratzer und tiefe Kerben. Darauf hat Tilmann immer sein Brot und Gemüse geschnitten, sein Frühstück und Abendbrot zubereitet. Alle Utensilien sind so wertvoll wie der Fahrradsattel - zerschlissen, durchgeritten. Schließt man die Augen und streicht über Leder und Chrom, zieht die Welt an einem vorüber.
Tilmann hat auch eine Landkarte mitgebracht. Darauf sind die Touren eingezeichnet, auf denen er mit diesen beiden Rädern unterwegs war.
Das BLAUE Rad, ein klassisches Randonneur Lucien Crahay, führte Tilmann in einer 4-jährigen und 55.000 kilometerlangen Reise von der Antarktis zur Arktis.
Das ROTE Mountainbike ist das Bike, mit dem er seine Weltumrundung entlang des Äquators unternommen hat. Tilmann legte damit 35.000 Kilometer zurück, durchquerte 27 Länder und 4 Kontinente. Seine Erlebnisse während der Äquatour hat er in einem Buch festgehalten. Die Fahrradtaschen sind selbst genäht und ganz auf seine Bedürfnisse abgestimmt.
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"Herzlich willkommen im Hofer Fernweh-Park". Fernweh-Park Initiator Klaus Beer begrüßt den großen Abenteurer auf das Herzlichste. Während die Kameras klicken, fragt Klaus schon mal nach. Die nächste Tour? Sein neues Ziel? "Alaska bis Feuerland", sagt Tilmann. Von Alaska bis Patagonien wird er drei Jahre quer durch den amerikanischen Kontinent radeln. Schließlich hofft er, dass ihm "am südlichen Ende der Welt der Wind um die Ohren pfeift." Startpunkt der Tour ist Anchorage in Alaska. Von dort geht es Richtung Vancouver, dann durch die USA über San Francisco nach Florida. Weiter führt die Route über Kuba und die karibischen Inseln. Auf der Strecke durch Südamerika warten Etappen durch die Anden und Attraktionen wie Machu Picchu oder der Titicaca See. Durch die Atacama Wüste, über Paraguay und Uruguay radelt Tilmann Waldthaler südwärts bis ihn der raue Wind in Ushuaia, am südlichsten Ende der Welt, in Empfang nimmt.
"Auf die neue Tour". Tilmann Waldthaler ist wie immer zuversichtlich.
Jetzt aber. Das Schild muß her. Das Grußschild, mit dem Tilmann Waldthaler in den "Signs of Fame", Rubrik Abenteurer" aufgenommen wird. Tilman ist begeistert.
Zwischen den Aufnahmen werden schon mal Erinnerungen ausgetauscht. Denn auch Weltenbummler Klaus Beer war mit der Filmkamera schon in vielen der von Waldthaler bereisten Ländern unterwegs. Allerdings nicht mit dem Fahrrad, denn das bis 70 Kilo schwere 16-mm Filmequipment hätte auf diese Weise nicht transportiert werden können.
Good Bye und auf Wiedersehen. Nach seiner Tour von Alaska nach Patagonien, die im Juli 2003 beendet sein wird, wird sich der große Abenteurer einer neuen Herausforderung stellen. In Australien. Tilmann: "Meine Frau und ich freuen uns schon auf diesen neuen Lebensabschnitt im roten Kontinent."
Doch Halt. Passanten sind stehengeblieben, verfolgen das Fotoshooting, bestaunen die Fahrräder. Unter ihnen zwei ältere Damen, bewaffnet mit Fotoapparaten. Sie sind zufällig am Fernweh-Park und freuen sich riesig, Intitator Klaus Beer persönlich zu treffen. Denn sie sammeln alle Zeitungsausschnitte über die Events am Parks. Sie sind richtige Fans, besorgen sich von Redaktionen Artikel, die sie verpasst haben. Klaus Beer hat ihnen vor gut einer Stunde den Tipp gegeben: "Wenn Sie Zeit haben, bleiben Sie noch ein wenig, denn Sie können gleich einen ganz besonderen Besuch miterleben. Tilmann Waldthaler, ein großer Abenteurer, besucht nämlich heute den Fernweh-Park.
Die Damen sind happy. Und erhalten für Ihr Ausharren gleich ein Autogramm. Auch ein Foto mit Tilmann ist drin.
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Für die Fernweh-Park Homepage gibt es dann natürlich auch eine Autogrammkarte. Danach geht's noch zum Essen. Zum Chinesen. Dort erfahren Erika und Klaus Beer und Manfred Köhler noch einiges von Tilmann Waldthalers Touren.
Doch wie finanziert Tilmann Waldthaler das Ganze. Bei Frühlingsrolle (Tilmann ist Vegetarier) erfahren wir mehr. "Zwischen den großen Reisen werden von mir auch kürzere Touren unternommen, um bestimmte Produkte zu testen und zu fotografieren, aber auch um ein bisschen dem Alltag eines Tilmann Waldthaler zu entfliehen", sagt er. "Ich habe ja keinen Arbeitgeber und aus diesem Grund auch keinen bezahlten Urlaub, also muß ich sehen wie ich zu meinem "Tourlaub" komme."
"Ich fühle mich sehr priviligiert die Möglichkeit gehabt zu haben mein Hobby in einen Beruf umzuwandeln. Ich bin heute Testfahrer und Produktentwickler in der Bike und Fahrradbranche und habe dadurch die Möglichkeit Arbeit mit der Erfüllung meiner Ideen und Träume zu vereinbaren.
Tilmann hat zwischenzeitlich seine Frühlingsrolle verzehrt, während Klaus noch immer vor seiner Spaghetti Bolognese sitzt. "Die paar Röllchen, willst Du nicht noch etwas bestellen? Davon kann man doch nicht satt werden. Wie machst Du das eigentlich auf Deinen Touren. Brauchst Du da nicht echt viel Kraft? Kann man die denn nur von Gemüse erhalten?" Tilmann lächelt. "Und ob. Leute, die jedoch in kurzer Zeit eine hohe Kraftanstrengung bewältigen müssen, müssen schon Fleisch essen. Doch wer ausdauernd Energie braucht, für den ist fleischlose Kost das Beste, was es gibt." Das es stimmt, hat Tilmann in der Praxis bewiesen. Letzte Frage "Erhält man denn auch überall auf der Welt so ohne weiteres Vegatarisches?" Tilmann: "Es hat sich viel gebessert, besonders in Deutschland. Aber ich kann keine Eieromeletten mehr sehen..."
Erika Beer: "Wenn ich da nur an den Weg vom Lamayuro Kloster in Ladakh zurück auf die Straße am Sojila Pass denke. Der steinige Weg ging eigentlich ganz sachte bergan. Wir haben furchtbar gekeucht und mußten alle zwei Schritte stehen bleiben. Und Du radelst da noch die Passtrecken hinauf. Unvorstellbar..."
Jetzt aber steht endgültig der Abschied an. Danke Tilmann für's Kommen und das wir Dich einfach kennenlernden durften. Wir wünschen Dir weiterhin alles Gute. Ein Stück von Dir, Deines Lebens, Deiner Abenteuer, wird im Hofer Fernweh-Park bleiben.
Lesen Sie noch mehr über Tilmann Waldthaler unter Schilderabendteuer Australia.
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- Besuch im Fernwehpark
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