„Schürzenjäger-Kunstwerk“
im „Signs of Fame“ verewigt
DIE SCHÜRZENJÄGER, gegründet 1973, die sich bis 1996 "Zillertaler Schürzenjäger" nannten, haben mit Volksmusik nichts (mehr) gemein, auch nichts mit seichter Schlagermusik. Sie sind eine Rockband aus Österreich, deren erfolgreichsten überhaupt, oder international ausgedrückt - sie machen „Worldbeat“. Ihre Lieder werden zu „Ohrwürmern“, doch ihre Texte lassen aufhorchen, sind oft bemerkenswert provokativ.
Ihre Open-air-Konzerte sprengen alle Zuschauerzahlen in dieser Richtung. 100.000 Besucher eines einzigen Konzerts sind keine Seltenheit. Auch sind sie seit 1997 EHRENBOTSCHAFTER des Uno Flüchtlingswerk UNHCR.
Leider gibt es DIE SCHÜRZENJÄGER heute nicht mehr. 2007 fand die letzte Tournee mit dem Titel "Lust auf mehr " mit großem Finalkonzert, dem "Abschieds-Alpen-Air 2007 " in Finkenberg statt.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.
Sie füllen die größten Konzerthallen und werden in Open Airs von Tausenden gefeiert. Auch vor der Hofer Freiheitshalle warteten bereits nachmittags um drei die ersten Fans, um die besten Stehplätze vor der Bühne zu ergattern - oder einen der „Schürzenjäger“ vielleicht auch mal privat zu erspähen.... Doch sie hätten zum Fernweh-Park kommen sollen. Denn dort bummelten die sechs Alpenrocker durch den „Schilderwald“ und studierten eingehend die Grüsse aus aller Welt - und natürlich die ihrer berühmten Kolleginnen und Kollegen aus dem Showgeschäft.
Das Kunstwerk
Doch dann waren auch sie an der Reihe. Klaus Beer hatte für sie ein riesengroßes Schild vorbereitet, das genügend Platz für ihre Unterschriften bot. Die Aufnahme in den „Signs of Fame“ konnte beginnen. Peter war der erste, der sich darauf verewigte. Dann folgten Florian, Alfred jun, Alfred, Christoph und Patrick.
Als dann noch Platz war fragte Klaus Beer, ob sie nicht noch was Nettes drauf malen könnten. „Alfred“, rief einer, „jetzt bist Du gefragt“. Klar, dass jetzt Alfred Eberharter, dessen Performance als Maler bereits beeindruckte, zum Stift greifen mußte.
Alfred verzierte das Schild mit einer wunderschönen Alpenlandschaft. „Wie wär’s noch mit einem Wegweiser nach Zillertal?“, fragte Klaus und Alfred ließ sich nicht lange bitten. „Zillertal 5681 Kilometer“ prangte bald darauf auf dem Bild. Doch es sollte kein Eberharter-Kunstwerk alleine bleiben. „Komm, mal doch noch einen Vogel rein“, rief Alfred Patrick zu. Dieser machte zwei Kringel und fertig war er. „Mein Vogel setzt zum Sturzflug an“, scherzte der blonde Schlagzeuger und animierte die anderen drei Schürzenjäger, ebenfalls einen künstlerischen Beitrag auf dem Schild zu leisten. Es folgten eine Eule und drei Wolken. Zum Schluß malte Peter noch eine Vierte dazu. „Sieht ja aus wie ein Ufo“, feixte jemand aus dem Hintergrund. Doch das Kunstwerk war noch nicht fertig. „Eine Sonne, eine Sonne fehlt noch“, meinte Florian und sofort ging diese hinter dem Gebirge auf...

Dann folgte das Foto-Shooting. Erika Beer und Klaus Beer schossen aus allen Rohren, für diverse Zeitungen und Zeitschriften. Von einer Leiter aus, schräg nach unten, dann von der anderen Straßenseite mit 250 mm Brennweite, damit die Pfosten mit den Schildern wie eine Wand atmosphärisch dicht hinter den Schürzenjägern aufragten.
Wie man an der Qualität der Aufnahmen sieht, wurde damals noch analog fotografiert und die Bilder für die Hompagestory eingescannt.

Bevor Erika Beer die Schürzenjäger zum Soundcheck zurück in die Freiheitshalle fuhr, warfen alle noch einen letzten Blick auf Ihr Kunstwerk und den Schilderwald.

Das Konzert
Was dann am Abend in der Freiheitshalle in Hof abging, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Punkt 20.00 Uhr „zerriss“ unter einem ohrenbetäubenden Knall der große, weiße Vorhang - und dahinter erschien die Band. Rock vom Feinsten folgte. Natürlich mit Ohrwürmern wie „Treff’ ma uns in der Mitt’n, "Das verlorene Paradies" oder „Großer Manitou“. Da sich die Schürzenjäger auch Gedanken über die Welt an sich machen, beinhaltet ihr Repertoire auch Texte mit sozialkritischem Inhalt. Sie packen ihr soziales und politisches Engagement in Lieder. Angefangen von der Armut der mexikanischen Bevölkerung an der Grenze zum Land „wo Milch und Honig ließt“, den USA in „Rio Grande“ bis hin zu „Gewalt ist Sch...“
Das Drummersolo von Patrick und Alfred jun. war das Beste, was ich seit Jahren gehört hatte. Und bei dem Oldi-Mix, angefangen von „Lola“, „We will rock you“ bis zu "Born to be wild" riss es die Besucher der Sechziger und Siebziger-Fan-Generation von den Sitzen. Ein Reigen von Händen und Lichtern vom ersten bis zum letzten Song. Bevor Sambaklänge dem Rockspektakel ein Ende setzte, gab’s natürlich das „Lied der Lieder“: Sierra Madre...
Als Nachts um 11.30 die Schürzenjäger dann von der Freiheitshalle ins Hotel Central gingen, mußten sie sich erst durch einen Pulk von nimmermüden Fans kämpfen. „Erst Füße waschen und Zähneputzen, gleich kommen wir“, scherzte Alfed sen. zu den auf Autogramme wartenden Fans...

DIE SCHÜRZENJÄGER engagieren sich bei Kampagnen zur Aids Aufklärung, schicken Hilfstransporte nach Albanien und fordern in ihren Texten Toleranz gegenüber Fremden ein. So ließ Sie ein weiterer Aspekt von Klaus Beers Schilderwald aufhorchen. Denn auch der Fernweh-Park, der Kontinente, Länder und Städte der ganzen Welt in sich vereint, soll ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassendiskriminierung sein: Menschen aus aller Welt sollen unter den Schildern aus aller Welt ein Zeichen für Frieden und Zusammengehörigkeit setzen. Klar, dass die Schürzenjäger da gerne mitmachten. Kein Song könnte dazu besser passen als der Schürzenjäger-Song "WOASST WIA DES IS" und "ABEL UND KAIN".

"Alpemrocker-Kunstwerk" vor der Fernweh-Kulisse. Von Links: Florian Leis-Beudorff, Andre Puchta, freier Mitarbeiter des Red.chat der Frankenpost Hof, Bandleader Peter Steinlechner, Alfred Eberharter jun., Patrick Cox, Alfred Eberharter, Christoph Haniel und Fernweh Initiator Klaus Beer
Das konsequente Eintreten der Schürzenjäger zu besagten Themen brachte ihnen eine hohe Ehrung ein. Seit 1997 sind sie EHRENBOTSCHAFTER des Uno Flüchtlingswerk UNHCR. Diese ehrenvolle Aufgabe teilen sie mit vielen Fans und Freunden. Sie kommen aus Deutschland, der Schweiz, Benelux, Österreich und umfassen alle Altersgruppen. Wie sagte doch Bandleader Peter auf dem Konzert in Hof: „Ich freue mich auch heute wieder, dass so viele Kinder da sind, ein Familienkonzert“ - Und einmal: „Hey, was machen die da mit Deinen Fotoapparat? Selbstverständlich können bei uns alle fotografieren...“ Da sagen auch wir von der schreibenden und fotografierenden Zunft der Fernwehpark Homepage: „Danke Peter!“