Vom Nockherberg nach Hollywood
MICHAEL LERCHENBERG lehrt an der Bayerischen /Hochschule für Musik in München im Studiengang Schauspiel/Musical. Zudem ist er seit 2004 Intendant der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel.
Neben seiner Lehrtätigkeit ist Lerchenberg in zahlreichen Fernsehproduktionen, Fernsehserien und Kinofilmen zu sehen. Zudem parodierte er beim alljährlichen Starkbieranstich auf dem Nockherberg in München den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und las den dortigen Politikern in der Rolle des Mönches Barnabas die Leviten.
Backstage der Aufführung "Der Brandner Kaspar und das ewig`Leben" wird der Intendant, der das Stück nicht nur inszenierte, sondern darin auch eine der beiden Hauptrollen übernahm, in die "Signs of Fame" des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts "Fernwehpark" aufgenommen. Nach der Signierung seines STAR-SCHILDES erfolgen die "Handabdrücke" ala´HOLLYWOOD. Doch diese beeinhalten und transportieren eine weitaus größere Botschaft, als die bekannten Ehrungen auf dem Hollywood Boulevard in der Traumfabrik L.A.
Wie bei jede Star-Handprint Aktion erklärt Fernwehpark Initiator Klaus Beer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Handprints zu erzielen: "Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift muß in einer Freifläche auch noch Platz finden."
"Und dann am besten mit der linken Hand beginnend, einfach hinein in den Ton. Und mit der Rechten dann jeden einzelnen Finger langsam, aber recht kräftig eindrücken."
Michael Lerchenberg praktiziert das Auflegen der Hände für Pressefotos schon mal entsprechend.
"Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst in die graue Masse, die der Hofer Töpferladen nach Geheimrezept für die Star-Handprints entwickelt hat", sagt Klaus Beer, um nach dem ersten, meist etwas schwierigen Aufdrücken, bei dem sich der Untergrund immer etwas hart anfühlt, auf den kommenden Erfolg hinzuweisen.
Doch für so einen Powermenschen wie Michael Lerchenberg geht das alles viel zu langsam. Er ballt seine rechte Hand zur Faust und drückt diese mit voller Kraft auf die andere.
Das Fotoshooting ist im vollen Gange. Blitzlichtgewitter hinter der Holzballustrade, die den Backstagebereich von der Zuschauertribüne trennt. Da das Publikum bereits in Scharen strömt werden sicher manche glauben, daß hinter den Steinen der Naturbühne schnell noch mal für ein "Gewitter" geübt wird... Und Lerchenberg wäre kein Schauspieler, wenn er das Handeindrücken nicht auch mal mit schmerzverzerrten Gesicht absolvieren würde...
... doch so schlimm scheint der Ausflug nach Hollywood wohl nicht gewesen zu sein, denn schon sieht man ihn wieder lachen.
Doch so ganz zufrieden scheint er mit dem Gefühl, "tief im Ton zu stecken", noch nicht zu sein. Er erhebt sich aus der Hocke und geht nocheinmal mit viel Action die Sache an.
Und das Ganze dann natürlich auch umgekehrt mit der anderen Hand.
Die Handprints sind geschafft. Jetzt müssen sie nur noch signiert werden. Dazu ritzt Michael Lerchenberg seinen Namenszug in den Ton.
Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings. Das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken werden die Stars nicht nur geehrt in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vorallem symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt.
Und so sehen die Handprints des Luisenburg Intendanten aus.
Offizielles Pressefoto: Schild + Ton mit Star und dem Macher des multikulturellen und völkerverbindenden Hofer Friedensprojekts. Klaus Beer: "Ich freue mich sehr, daß sich heute auch Michael Lerchenberg an der Aktion beteiligt hat und ein Zeichen für den Weltfrieden setzte. Denn je mehr bekannte Leute da mitmachen, desto schneller können wir unsere Friedensbotschaft um die Welt verbreiten, auf der alle Menschen gut zusammenleben könnten - wenn man nur wollte.
Unsere Welt ist so wunderschön. Ich spreche nicht aus der Theorie sondern aus der Praxis. Durch über dreißig Jahren Reisen mit der Filmkamera um die Welt stehe ich immer wieder staunend vor den Wundern der Natur und erlebe fremde Menschen mit ihren Sitten und Gebräuchen. Einfach fantastisch, diese Vielfalt auf unserem Blauen Planeten, auf dem alle Platz haben. Nur der Mensch ist so dumm, daß er durch Krieg und Terrorismus, Machtgeilheit und religiösen Fanatismus soviel Leid über Unschuldige bringt. Ich möchte deshalb eines nicht tun. Nämlich `nichts tun`. Deshalb steht der Fernwehpark, in dem die Welt auf einen Punkt projiziert wird, als Mahnmal für eine friedvollere Welt, soll zum Nachdenken, Umdenken aufrufen..."
Und so sehen die Handabdrücke von Michael Lerchenberg aus. Nach ein paar Tagen des Luftrocknens werden sie vom Hofer Töperladen steinhart gebrannt. Zu sehen sein sollen sie einmal im Fernwehpark Star-Museum, das gegenüber des Fernwehparks geplant ist. Unter Glas und mit entsprechender Beleuchtung sollen dabei durch die Licht/Schattenwirkung die Konturen der Handprints noch deutlicher zum Vorschein kommen.
Fotos: Ralf Standke