Udo Jürgens - Ein Leben in Gold und "TON"
Udo Jürgens - Ein Soloabend am Elbeufer in Dresden. Österreichs berühmtester Sänger soll backstage der Veranstaltung nicht nur mit seinem signierte STAR-SCHILD, sondern auch mit seinen HANDABDRÜCKEN alá Hollywood in die "Signs of Fame", die "Schildergrüße der Berühmtheiten", des Hofer Fernweh-Parks aufgenommen werden.
Doch Zement sollte es diesmal nicht mehr sein. Nach Peter Maffay, Maximilian Schell u.v.a. wollte Klaus Beer diesmal ein anderes Material verwenden. Denn sind die Beton-Abdrücke noch so schön, immer war's ein Nervenkrieg vom Feinsten, der sich um diese Aktion abspielte. Denn ist der Zement einmal angerührt und glattgestrichen, mußte alles blitzschnell gehen. Doch Journalisten und TV-Teams nahmen die Stars oft lange in Beschlag. Die Künstler kamen von den Mikrofen und Kameras nicht los - und der Beton zog schon kräftig an. Klaus Beer: "Nahmen wir ein weniger agressives Gemisch, konnten wir den Handabdruck nicht mehr transportieren, da bei der Rüttelei im Auto der Abdruck wieder zerflossen wäre...."
Der Töpferladen in Hof wußte die Lösung. Udo Jürgens Handabdrücke sollten erstmals nicht in Beton, sondern in Ton verewigt werden. Damit in Dresden alles klappt, mußte natürlich bis ins Detail getestet werden.
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Rosa Maria Wolfrum, Inhaberin des Töpferladens in Hof: "Damit Klaus Beer am
eigenen Leib erfahren kann, wie das vor sich geht und welche Anweisungen er aus dem Umgang
mit dem Material dann an die Stars weitergeben kann, mußte er ‚Versuchskaninchen' spielen."
Klaus Beer ist begeistert: "Der Ton kann einen Tag vorher von Frau Wolfrum nach einem
Spezialrezept vorbereitet werden und hält dann so lange, bis Zeit und Gelegenheit ist,
den Abdruck vorzunehmen. Jetzt kann ein Interview noch so lange dauern. Und wenn der Star
die Aktion auch erst nach seinem Auftritt, losgelöst von allem Lampenfieber durchführen
möchte - alles kein Problem."
Hollywoodfeeling am Elbufer - professionell wie nie zuvor
Udo Jürgens war nun erste ERSTE STAR, der seine Hände in Ton drücken durfte. Nach der Schildersignierung und dem Fotoshooting für den Signs of Fame , wollte sich der von der Niederlage der Deutschen Nationalmannschaft etwas angeschlagene Star eigentlich gleich wieder zurückziehen, doch Fernweh-Park Initiator Klaus Beer zeigte ihm einige Fotos von den Kollegen aus dem Showbiz, die bereits mitgemacht hatten. Davon beeindruckt war es nun keine Frage, auch mit vertreten zu sein.
Das Umfeld war äußerst ungünstig, aus fotografischer Sicht. Die Aktion hätte eigentlich mit dem weißen Flügel im Hintergrund on stage stattfinden sollen. Dies hätte ansprechendere Bilder gebracht. Doch Udo Jürgens dazu nochmal auf die Bühne bitten? Wenn die National-Elf gewonnenn hätte, wäre das sicher kein Problem gewesen. Doch heute mußte Rücksicht auf das Nervenkostüm des Künstlers genommen werden. So fand die Aktion einfach zwischen Kulissen-Gabelstapler und VIP-Wand statt.
"Wie soll das nun vor sich gehen?" fragte Udo Jürgens. Klaus Beer erklärt es und Udo Jürgens ist erstaunt, dass schon alles vorbereitet ist und nicht erst der Beton angerührt werden muß. Beer überlegt, ob er zur allgemeinen Erheiterung nicht einige Anekdoten zum Besten geben sollte: "Selbst Reinhold Messners felserprobte Hände hatten zum Beispiel durch den Schnellzement echte Schwierigkeiten in die Masse einzudringen und Howard Carpendale zog schon mal seine Strümpfe aus, da er glaubte, mit den Füssen in den Zement zu müssen..."
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Doch bei Udo ging alles problemlos zu. Beide Hände ersteinmal anvisieren, dann mit einer Hand rein, denn trotz aller Perfektionierung ist es nicht zu schaffen, mit dem eigenen Druck der Hände brauchbare Abdrücke zu hinterlassen. Die andere Hand muß etwas nachhelfen und Finger für Finger in die Masse drücken. Das ganze Gewicht muß dann noch auf den Handballen gelegt werden - und dann das Gleiche mit der anderen Hand.
Klaus Beer zu Udo Jürgens: "Bitte drücken Sie selbst auf Ihre Hand. Ich habe zwar bei Peter Maffays und Rainhard Fendrichs Hände kräftig mit draufgedrückt, aber ich weiß nicht, mit wieviel Millionen Ihre Finger versichert sind - schließlich müssen sie heute Abend noch spielen". Udo Jürgens lächelt und macht mit. Finger für Finger wird eingedrückt und Udo merkt, wie der Erfolg sich regelrecht abzeichnet.
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Die Abdrücke sind drin. Aber sollte man da vielleicht nicht noch ein bischen nachhelfen? Gewissenhaft kontrolliert Udo Jürgens das Resultat.
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Wie in Hollywood wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und - ganz langsam. Unterschrift "Malen" ist der beste Ausdruck.
"Ihr habt doch sicher ein Handtuch dabei" fragt Udo Jürgens. Bevor Klaus Beer antworten kann, steht schon jemand von Udo's Team mit einem Tuch parat.
Als Dankeschön für's Mitmachen und zur Erinnerung an seine Aufnahme in den Signs of Fame des Hofer Fernweh-Parks erhält Udo Jürgens von Klaus Beer seinen neuen Jubiläumsbildband Route 66 - Die Legende lebt.
"Ich interessiere mich sehr für Amerika", sagt Udo, und Klaus Beer signiert
schnell noch das Buch für ihn.
Auch die Fotografen haben die Aktion im Kasten. Unter der Überschrift "Jürgens bei
ungewöhnlichen Fingerübungen" wird Udo am anderen Tag in den "Dresdner Neuesten
Nachrichten" zu sehen sein.
Sind sie nicht schön?
An dieser Stelle herzlichen Dank an den Sponsor Töpferladen, der in Zukunft alle
Handabdrücke der Stars in Ton gebrannt für die Nachwelt erhalten wird.
Udo Jürgens - Vorreiter für FRIEDENSZEICHEN im geschmeidigen Ton
UDO JÜRGENS war der ERSTE, der seine Hände nicht in BETON, sondern in ein Spezialgemisch aus geschmeidigen TON drückte. Wie vieles im Fernwehpark, hat sich alles aus der Situation heraus entwickelt. Denn das Projekt besitzt, ausser dem "Sign Post Forest" in Watson/Lake, Kanada, keine Denkschablonen und Vergleichswerte. Und auch von dem kanadischen "Schilderwald" hat sich das Hofer Projekt schon entfernt, gilt durch seinen integrierten Friedensaspekt und den Stars im "Signs of Fame" als weltweit einmalig - und hat internationale Anerkennung gefunden.
Bei Udo Jürgens fehlt noch die Abdeck-Leiste mit dem Namen des Fernwehparks an der Frontseite der Platte. Auch das formschöne Untergrundgestell Stellage, auf der nach der Signierung das Star-Schildes bei dem Shooting im Hintergrund immer mit zu sehen ist. Und das Wichtigste neben all dem Technischen: Damals gab es auch die berühmte Pose als Zeichen für den Frieden in der Welt noch nicht - das Bild, bei dem die Stars nach dem Eindruck die Hände heben und damit symbolisieren: "Ja, ich bin dabei. Ich stehe hinter der Idee und Globalen Bedeutung des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts Fernwehpark und helfe mit, diese Friedensidee um die ganze Welt zu tragen".
Deshalb heißt es in den nachfolgenden Fotostories immer: "Mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV oder Sport geehrt, sondern heben damit vor allem sybolisch die Hand für den Frieden in der Welt."