Die "Goldene Stimme aus Prag" in Ton verewigt
Es begann mit der "Schiwago-Melodie", das war 1967. Danach führte ihn seine Karriere um die ganze Welt - bis im Jahre 2003 seine gesangliche Weltreise im Hofer Fernweh-Park auf den Punkt gebracht wurde. Zwischen den Schildern aus aller Welt wurde Karel Gott mit seinem Grußschild und seinen Handabdrücken in Ton in den "Signs of Fame" aufgenommen.
Da Karel Gott am Abend noch live vor der Fernsehkamera auftreten muß und er sich, begeistert von den exotischen Schildergrüssen länger als geplant im Fernweh-Park aufhielt, wird die Handabdruck-Aktion im Hotel vorgenommen. Nichts wäre schlimmer, als wenn er sich erkälten würde.
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"Auf los geht´s los". Zuerst einmal eine Hand anpassen, fest mit der anderen die Finger eindrücken und dann das gleiche mit der Zweiten.
Mit geübtem Blick für gute Abdrücke überwacht Fernweh-Park Initiator Klaus Beer, ob die Sache mit Erfolg gekrönt ist. Zeit für den Fotografen, Beers Brille ins Visir zu nehmen, an dessen einem Bügel das Wort - was kann es wohl anderes sein - "Fernweh-Park" eingestanzt ist. Und der andere. Natürlich steht da auch etwas darauf, das wird aber erst am Ende der Story verraten.
"Nein, nein, so wird das nichts", schreitet ein alter Freund von Karel ein. "Du mußt kräftiger aufdrücken. Schau, so macht man das." Er eilt hinzu und legt sein ganzes Gewicht auf Karels Hand. "Au", schreit Karel im Scherz.
Mit vereinten Kräften wird die Handabdruck-Aktion durchgeführt. Bald kommt der große Augenblick. Die Hand wird aus dem Ton gehoben. Schon zeichnet sich Fantastisches ab.
So, jetzt nur noch die Unterschrift zwischen die Abdrücke in den Ton geritzt.
Klaus Beer und Karel Gott strahlen. Dank der Hilfe seines Freundes hat Karel Gott die bislang schönsten Star-Handabdrücke hinterlassen.
Im Ton zeichnet sich alles detailgenau ab. Diesmal kann man sogar jede einzelne Handlinie erkennen. Wir sind begeistert. Karels Freund: "Siehst Du, das hast Du nur mir zu verdanken." Doch plötzlich wird Karel nachdenklich, schaut immer wieder auf die Abdrücke und sagt: "Zeigen Sie das bitte nie jemand, der etwas von Handlinien versteht. Bei mir sind diese hier sehr stark ausgeprägt und das deutet auf..." Was Karel hier meint, soll an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden.
Nicht verschwiegen dagegen muß die Antwort nach dem zweiten Wort auf Klaus Beers Brillenbügel werden. Es ist der Name einer Stadt, in der der Weltenbummler und Filmfreak gedanklich eigentlich immer ist und jede Möglichkeit nutzt, ein Flugzeug zu besteigen, das ihn dorthin bringt. Eigentlich nicht verwunderlich, denn dort gibt es den berühmnten "Walk of Fame". In L.A., Los Angeles.