Die Hand heben für den Frieden und gegen Rassismus und für bürgerliche Freiheitsrechte.
JOACHIM GAUCK, „Revolutionspastor“ und ehemaliger Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde sowie 2010 Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten liest in der Michaeliskirche in Hof aus seiner Biografie „Winter im Sommer – Frühling im Winter. Erinnerungen“.
Danach wird ihm im engsten Kreis der Veranstalter im Gemeindesaale eine besondere Ehrung zuteil.
Nach der Signierung seines GRUSS-SCHILDES erfolgt die Aktion der Handabdrücke ala´Hollywood, die jedoch im Gegensatz zu der Traumfabrik Los Angeles weit mehr bedeuten als nur Glimmer und Glamour. Im Fernwehpark wird damit die Botschaft dessen Globaler Bedeutung sybolisch und optisch zum Ausdruck gebrach – das Heben der Hände für den Frieden in der Welt.
Wie bei jeder Handabdruck-Aktion erklärt Fernwehpark Initiator Klaus Beer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu hinterlassen und demonstriert es schon mal anschaulich: „Zuerst beiden Hände mit gespreizten Fingern zueinander schauend knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten. Denn einmal „drin“, kann nichts mehr verändert werden.
Klaus arrangiert noch ein wenig, denn die Unterschrift muß zwischen den Prints auch noch Platz finden.
Gemäß den Vorgaben legt Joachim Gauck für Pressefotos schon mal die Hände entsprechend an.
Und dann mit der linken Hand beginnend, einfach hinein in den Ton. „Und mit der Rechten dann jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken“, sagt Klaus Beer und legt selbst mal kurz mit Hand an, läßt Joachim Gauck fühlen, wie heftig der Druck schon sein muß, damit man in den Spezialton, den der Hofer Töpferladen speziell für die Starhandprints nach Geheimrezept entwickelt hat, eindringen kann.
„Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“, animiert Klaus Beer weiter.
Der Handballen ist die Problemzone. Hier muß man besonders viel Druck ausüben. Damit seine Handabdrücke besonders schön werden, ballt Joachim Gauck kurzerhand seine Rechte zur Faust und schlägt kräftig auf die linke Hand.
Und „Action“... Die rechte Hand ist nun an der Reihe.
Ein echtes Actionfoto, Klaus Beer in höchster Anspannung und immer auf dem Sprung einzugreifen, damit auch alles glatt geht. Klaus hat schon bei unzähligen Stars auf deren Finger gedrückt, denn viele wollen auch, daß er da ein wenig mithilft. Denn jeder ist bemüht, besonders eindrucksvolle Prints, im wahrsten Sinne des Wortes, zu hinterlassen.
Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit ihren Handabdrücken alá Hollywood werden die Stars und Prominenten nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne Sport oder Politik, sondern heben damit vorallem symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt, was Joachim Gauck natürlich besonders gerne tut.
Dann müssen die Handprints nur noch signiert werden. Dazu ritzt der berühmte Menschenrechtler seinen Namenszug in die graue Masse.
Und so sehen die Handabdrücke von Dr. Joachim Gauck aus. Sie sind wunderschön geworden. Klar und deutlich zeichnen sich deren Konturen ab. Klaus Beer, der bislang über 200 Hände von Stars kennt, hat Vergleiche im Kopf. Klaus: „Joachim Gauck hat schwere, kraftvolle, große Hände, die zupacken können. Sie ähnlich denen des Schauspielers Fritz Wepper.“
Zum Schluß gibt es noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Oscarverleihungen oder beim Bambi erhalten die Stars immer etwas mit nach Hause – wir dagegen entführen ihr signiertes Schild für den Fernwehpark. Damit Sie jedoch eine Erinnerung an ihre Aufnahme in die „Signs of Fame“ haben, möchten wir Ihnen diese Miniturausgabe Ihres Grußschildes mitgeben...“
„... und eine Urkunde, auf der Ihre Aufnahme in die „Signs of Fame“ des multikulturellen Friedensprojekts offiziell verbrieft ist“.
Bei dieser Gelegenheit stellt Klaus Beer Joachim Gauck auch die „berühmte“ „FERNWEH-FRAGE“: „Was verbinden Sie mit dem Begriff FERNWEH? Gibt es ein Lieblingsland, in das Sie z.B. gerne einmal reisen würden – was ist ihr absoluter Fernweh-Traum? Was Joachim Gauck darauf antwortet, kann man in unserer Rubrik „DIE FERNWEH-FRAGE“ erfahren.
Last not least darf ein Gruppenfoto mit dem Kreis der Veranstalter, Organisatoren und Insider, die sich zu später Stunde im Gemeindesaal der Michaeliskirche für diese Ehrung eingefunden haben, nicht fehlen.
Von links nach rechts: Dekan Günter Saalfrank Silke Malburger von Extra-Radio, Fernwehpark Initiator Klaus Beer, MdB Elisabeth Scharfenberg, Joachim Gauck, MdB Petra Ernstberger, Pfarrer Hans-Jürgen Konrad und SPD-Unterbezirksvorsitzender Ulrich Scharfenberg.
Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens werden die Handabdrücke vom Hofer Töpferladen steinhart gebrannt. Zu sehen sein sollen sie einmal in dem gegenüber des Fernwehparks geplanten „Fernweh Star-Museum“, da die gebrannten Tontafeln, im Gegensatz zu den Star-Schildern natürlich nicht im Freien ausgestellt werden können.
Fotos: Ralf Standke,
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