ORTSNAMENFORSCHUNG hollywoodlike
Für die Sendereihe des 30minütigen Kultur-Format „Weiß Blau – Unsere Namen im Bayerischen Fernsehen“, drehte ein vierköpfiges Kamerateam viele Stunden im Hofer Fernwehpark,
der sich für diese Folge der beliebten Sendereihe in einen echten Drehort ala Hollywood verwandelte.
Dr. Michael Zehetmair, Redaktionsleiter des Bereich Kultur und Familie, wählte die Kulisse des Fernwehparks für die 3. Staffel, deren neue Folgen den Sendungstitel
„Unterwegs in Oberfranken“ trägt. Zehetmair: „Die Sendung ist als `Raod Movie` inszeniert, wir erzählen den Zuschauerinnen und Zuschauern darin an verschiedenen
Drehorten in Oberfranken Nettes und Wissenswertes rund um Namen bzw. Namensgeschichten in Oberfranken“. Da im Fernwehpark Ortsnamen aus aller Welt auf einem Punkt
vereint sind, wurde diese Kulisse für die Dreharbeiten ausgesucht.
Unter der Regie von Alexander Saran moderierte die Schauspielerin und Moderatorin Annett Segerer (Bild), die dabei den Namensforscher Stefan Hackl von der Universität Regensburg, Forschergruppe NAMEN zu den Ortsnamen „Hongkong“, „Honolulu“, „Anwort “ und „Katzenhirn“ interviewte.
Umrahmt wurden die wissenschaftlichen Gespräche mit vielen Szenen im Fernwehpark, der dazu wie bei einem Kinofilm mit Stativen, Aufhellern, Kabeln, Monitor und Groß-Kamera an ein Filmset am Hollywood Boulevard erinnerte. Fernwehpark Inititator Klaus Beer stand dabei dem Filmteam mit Rat und Tat zur Seite und führte zu den entsprechenden Ortssschildern, zwischen den richtige Spielfilmszenen abgedreht wurden.
Die Sendung wird voraussichtlich ab Oktober 2009 im Wochenrhythmus am Sonntag nachmittag ab 15.30 Uhr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt.
Fernwehpark Initiator Klaus Beer dokumentierte die vierstündigen Dreharbeiten in dieser Reportage.
Wie „Katzenhirn“ zu seinem Namen kam
Stative, Aufheller_Kameras, Kabel, Monitor - Der Fernwehpark verwandelt sich in ein Filmset. Heute erinnern nicht nur die Star-Sterne auf dem Gehweg vor der exotischen Schilderkulisse an HOLLYWOOD.
8.30 Uhr. Das Kamerateam des BR trifft ein. Der Dreh ist in die Morgenstunden gelegt. Und das Team hat Glück. Weißblau wölbt sich der Himmel über Hof – nach Tagen durchwachsenen Wetters mit vielen Regenschauern und Gewittern. Wunderschön leuchten die bunten Schilder in der Sonne.
Namensforscher Stefan Hackl soll wie erwähnt den Ursprung einiger Ortsnamen erklären, darunter auch „Katzenhirn“ und „Antwort“, die im speziellen „Themenpark der kuriosen Ortsnamen“ des Fernwehparks zu finden sind.
Unter anderem auch „Hongkong“ und „Honolulu“.
Bevor die Moderatorin Anett Segerer auf Stefan Hackl trifft, „irrt“ sie auf der Suche nach ihm durch den „Schilderwald“.
Dabei kommt es schon vor, daß man sich „in Florida“ verirrt.... und sich mit Blick auf die Schilder von „Key West“ oder „Miami“ im Kopfkino wegträumen kann zu Palmen und weißen Sandstränden. Sinn und Ursprungsgedanke des Fernwehpark.
Mit dabei im Team, ein Kameramann der absoluten Spitzenklasse: Sorin Dragoi, der bereits drei Mal den deutschen Kamerapreis erhielt.
Fernwehpark Initiator Klaus Beer, seit über 30 Jahren selbst mit der 16-mm Filmkamera auf allen Kontinenten der Erde unterwegs, bekommt beim Anblick der großen Kamera leuchtende Augen. Klaus: „Das ist mein Leben, hinter einer Kamera zu stehen, ich denke nur in Bildern. Ich beneide Sie um ihre Arbeit. Für mich wäre dies der Traumjob gewesen.“
Das Team des BR, das für das Kultur-Format „Weiß-Blau – Unsere Namen im Bayerischen Fernsehen“ dreht. Von links: Regissieur Alexander Saran, Kameraassistenz Edwin Maier und Mike Haberln, der den Ton macht.
Derweil bummelt Moderatorin Anett Segerer weiter durch den Fernwehpark und wird von diesem und jenem Schild gedanklich in ferne Gefielde entführt. Klaus Beer: „So soll es ja auch sein. Der Fernwehpark ist ein multikulturelles und völkerverbindendes Friedensprojekt, in dem die Besucher mit Blick auf die Schildernamen aus aller Welt optisch, gedanklich und emotional auf Weltreise gehen kann. Bekannte Bilder sollen dabei aus dem Gedächtnis abgerufen werden und dann geht`s los im Kopfkino zum Ayers Rock nach Australien oder zu Palmen, die schräg in das türkisblaue Wasser ragen, nach Honolulu...“
Doch der Fernwehpark ist noch viel, viel mehr. Im Fernwehpark wird die ganze Welt auf einen Punkt projeziert. Er ist ein Friedensprojekt. Denn unter den „Schildern aus aller Welt“ sollen „Menschen aller Welt“ ein Zeichen setzen für den Frieden in der Welt.
Klaus Beer: „Ich spreche ich nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Durch meine jahrelangen Reisen mit der Filmkamera in allen Erdteilen weiß ich, wie wunderschön unser Blauer Planet ist. Nur der Mensch ist so dumm, daß er durch Terrorismus und Krieg soviel Leid über Unschuldige bringt. Der Fernwehpark kann Kriege sicher nicht verhindern. Leider. Aber ich möchte eines nicht tun. Nämlich: Nichts tun. So steht das Hofer Projekt als Mahnmal für eine bessere Welt, zum Umdenken, für das friedliche Zusammenleben aller Menschen und Kulturen.“
Um diese Botschaft in alle Welt hinaus zu transportieren, helfen viele Prominenten aus Musik, Film, TV, Bühne , Sport und Politik mit, bislang über 200 an der Zahl.
Diese sind mit speziellen STAR-SCHILDERN zwischen den Ortstafeln vertreten und heben mit Ihrer Aufnahme in die „Signs of Fame“
symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt.
Regisseur Alaxander Saran hat alle Szenen im Kopf und checkt schon mal selbst den Bildausschnitt.
Und „Action“. Die Moderatorin hat das Schild „Rio de Janeiro“ entdeckt und soll sich für diese Szene dorthin wegträumen. Das fällt ihr nicht schwer, sieht sie doch im Kopfkino die Bilder vom Karneval in Rio und tanzt sich schon mal dorthin... .
Edwin Maier leuchtet dabei die Szene entsprechend aus.
Dann die entscheidende Einstellung, die von der anderen Straßenseite gefilmt wird. Annett Segerer geht mit Blick auf die Schilder aus aller Welt, verträumt, rückwärts – und stößt dabei mit dem Namensforscher Stefan Hackl, Rücken an Rücken, zusammen.
Endlich haben sie sich getroffen und die Moderatorin kann Hackl nun nach allen Regeln der Kunst über die Bedeutung und Herkunft so manche Namen ausfragen.
Der Regissiur kontrolliert danach im Monitor die soeben gedrehte Szene.
Irgend etwas scheint ihm dabei noch nicht so recht gefallen zu haben. Er gibt noch ein paar Regieanweisungen. Dann wird die Einstellung nocheinmal abgedreht.
Stefan Hackl von der Forschergruppe NAMEN der Universität Regensburg ist jetzt so richtig in seinem Element und erklärt mit Begeisterung, wie zum Beispiel „Hongkong“ zu seinem Namen kam.
Inzwischen ist es Mittag geworden. Knapp 4 Stunden hat das TV-Team des BR schon im Fernwehpark schon gedreht. In einer Pause werden noch ein paar Pressefotos für die PR-Abteilung der Sendereihe gemacht: Der Regisseur Alexander Saran mit Moderatorin Annett Segerer.
Und natürlich auch mit dem Namensforscher.
Last not least erhält Fernwehpark Initiator Klaus Beer noch eine Autogrammkarte der bekannten und beliebten Moderatorin, die im südbayerischen Raum auch als Schauspielerin auf der Bühne steht.
Nun darf man gespannt sein, welche Bilder das Fernsehteam für die Namensforschung mit Kulisse Fernwehpark eingefangen hat und kann sich auf die Ausstrahlung der Sendung „Weiß-Blau – Unsere Namen im Bayerischen Fernsehen“ im Herbst dieses Jahres freuen.