Hofer Fernweh-Park Hofer Fernweh-Park

 

Museale Tafeln vom Rotary Club Plauen

Der ROTARY CLUB Plauen besuchte mit Präsident Gerhard Thutewol den Hofer Fernwehpark, um sich von Fernwehpark Initiator Klaus Beer aus erster Hand über die GLOBALE BEDEUTUNG des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts informieren zu lassen.

Zustande kam die Idee des Besuchs bei einem Vortrag von Klaus Beer beim Rotary Club Hof. Hier hatte der Vorsitzende, Dr. med. Podszus vom Klinikum Hof den Fernwark-Initiator eingeladen, über Idee und Geschichte des Projekts zu berichten. Die Erlebnisse und Hintergrundinfos zu Events, Schildern, Stars und Sternchen im "Signs of Fame" begeisterten, so dass der Rotary Club Plauen sich spontan entschloß, bei nächster Gelegenheit den Hofer Fernwehpark persönlich zu besuchen.

Bevor Klaus Beer zur Führung durch die Schilderreihen einludt, stellten sich die Mitglieder des Rotary Clubs für ein Gruppenfoto vor die medienerprobte Schilderkulisse. Und sie kamen nicht mit leeren Händen. Axel Reinhold, Präsident Elect des Rotary Clubs Plauen, hatte drei historische "Warnschilder" aus der damaligen DDR mitgebracht.

Schon museumreif sind die Schilder "Weiterfahrt nur auf Weisung des Kontrollposten", "Schutzstreifen - Betreten und Befahren nur mit Sondergenehmigung gestattet" und "Grenzgebiet Sperrzone - Betreten und Befahren verboten". Fernwehpark Initiator Klaus Beer freute sich sehr über die musealen Tafeln aus der DDR-Zeit und versrsprach, diesen einem besonderen Pfosten zu widmen.

Unser Bild zeigt von links nach rechts den Präsidenten des Rotary Clubs Plauen, Gerhard Thutewol, den Präsident Elect Axel Reinhold und Rotary Club Sekretär Rolf Seifert bei der Schilderübergabe im Hofer Fernwehpark.

Bei der offiziellen Begrüßung gab Axel Reinhold auch interessante Informationen zu den einzelnen Verbotstafeln preis. Axel Reinhold: "Die Partnerstädte Plauen / Hof sind historisches Vogtland. Partnerschaft damals zwar vertraglich - aber "getrennt lebend", solche Partner finden im richtigen Leben kaum noch zueinander - Hof und Plauen aber schon!"

Axel Reinhold, der zur Wende als Hauptmann der Volkspolizei Leiter der Verkehrspolizei im Volkspolizeikreisamt Plauen war, lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit der Hofer Polizei. Wohlweislich stellte er einige Grenzschilder für eventuelle spätere museale Anfragen sicher.

Reinhold weiter, in Hinweis auf die mitgebrachten Schilder: "Die Grenze Bayern / Sachsen war Grenze BRD / DDR, war Eiserner Vorhang. GRENZSICHERUNG im Sinne der Partei (SED)- und Staatsführung hatte aus den bekannten Gründen oberste Priorität. Direkt an der Grenze hatten die Grenztruppen der DDR Verantwortung. Der Sicherheitsrückraum von ca. fünf km lag in Verantwortung der Volkspolizei. Dieser gesamte Raum war das Grenzgebiet. Die direkte Grenze hatte hohe Sperrgitter -Schutz vor Untergrabungen, Beobachtungstürme, Kolonnenwege für die Streifen, Elektrosicherungen und Mienengürtel u.a.m. Der Rückraum hatte durch die Polizei an den Zugangsstraßen Kontrollposten mit Sperranlagen. Die im Grenzgebiet wohnhaften, dort arbeitenden oder besuchsweise einreisende Bürger mussten dazu einen Passierschein haben. Im Grenzgebiet wohnende erhielten finanzielle Zulagen.

Im Bereich des Kreises Oelsnitz gab es vier, im Kreisgebiet Plauen sechs solche Kontrollposten. Bis auf einen Posten waren alle 24 Stunden besetzt. Dort stand in weiterem Abstand ein Stoppschild mit dem Hinweisschild "Weiterfahrt nur auf Weisung des Kontrollposten". Wald- Feld- und sonstige Wege waren mit dem Schild "Grenzgebiet Sperrzone - Betreten und Befahren verboten" oft mehr als diese fünf Km vor der Grenze gekennzeichnet und von den bewaffneten Organen durch Streifentätigkeit gesichert. In wechselnden Abständen zur Grenze, so um die 100 Meter, befand sich der durch das Schild ausgewiesene "Schutzstreifen - Betreten und Befahren nur mit Sondergenehmigung gestattet" Dahin gab es so gut wie keine Genehmigung. Nun haben wir dort einen ökologisch wertvollen "Schutzstreifen", auf den wir aber diese Jahrzehnte lieber verzichtet hätten".

Axel Reinhold: "Die Schilder gehen nun sehr gerne in den Fernwehpark. Da sind sie wirksamer als Erinnerung an diese Zeit für alle, die es erleben mussten, aber noch besser für die, die davon nichts wissen brauchten, aufgehoben. In Museuemskisten könnten sie nichts von der Wirkung und Bedeutung dieser Zeit mitteilen."

Nach den Fotoaufnahmen und der Einführung durch Axel Reinhold schloß sich eine Führung durch Fernwehpark Initiator Klaus Beer an, der auf einer knapp 60-minutigen Tour durch die Schilderreihen viel zu erzählen wusste, da jedes Schild eine eigene Geschichte aufzuweisen hat.

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