TÜRKEI - Brücke zwischen Europa und Asien
Aytunc Kilincsoy, Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Freundeskreises, freute sich sehr über den hohen Besuch. Ece Öztürk Cil, seit September neue türkische Generalkonsulin in Nürnberg, deren Amtsbereich Franken, die Oberpfalz und Thüringen umfasst, besuchte Hof und den Fernwehpark und übergab im Beisein von Vertretern des Deutsch-Türkischen Freundeskreises ein ganz besonderes Grußschild an Fernwehpark Initiator Klaus Beer.
Unser Bild zeigt von rechts die Konsulin Ece-Öztürk Cil, Aytunc Kilincsoy und Uwe Drechsel, Intendant des Theaters Hof und Mitglied des Deutsch-Türkischen Freundeskreises.
Mitgebracht haben sie ein ganz besonders schönes Schild, das extra für den Hofer Fernwehpark in der Türkei angefertigt wurde und die Überschrift trägt: „Brücke zwischen Europa und Asien".
Bei der offiziellen Schilderübergabe an Klaus Beer stellten sich die Konsulin und Vertreter des Deutsch-Türkische Freundeskreis vor der medienerprobten Schilderkulisse des Hofer Fernwehparks der Presse. Dabei wurden sie von Fernwehpark Initiator Klaus Beer auf das herzlichste willkommen geheißen. Beer freute sich sehr über den wunderschön gestalteten Schildergruß und darüber, daß nun auch die vielen türkischen Mitbewohner Hofs, die mit über 43 Prozent den größten Anteil der Migranten stellen, mit Blick auf dieses und die noch zu erwartenden Schilder ihr „Heimweh“ stillen könnten .
Wie zu erfahren war haben sich seit dem Jahre 2000 881 Türken einbürgern lassen, so daß der Anteil von Menschen mit türkischer Herkunft 6,7 Prozent der Hofer Gesamtbevölkerung beträgt. Grund genug, im Hofer Fernwehpark eine ganz besondere Anlaufstelle für türkische Landsleute zu schaffen.
Ein „Fernweh-Pfahl“ – nur mit Schildern aus der Türkei
Wie Klaus Beer nach der Vorstellung der Globalen Bedeutung des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts betonte, möchte er mit diesem Schild einen besonderen Pfahl bestücken, der nur türkischen Schildern vorbehalten bleibt. Alle bis Ende April 2010 von türkischen Mitbewohnern eingebrachten Schilder werden bis zu diesem Zeitpunkt gesammelt und dann in einer feierlichen Zeremonie an einen extra für das Land TÜRKEI reservierten „Fernweh-Pfahl“ angebracht. Klaus Beer: „Die Türkei ist ein wunderschönes Reiseland und gerade durch die vielen türkischen Mitbürger wert, besonders präsentiert zu werden.“
Aytunc Kilincsoy, der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Freundeskreises versprach mitzuhelfen und unter seinen Landsleuten entsprechend bekannt zu machen, dass möglichst viele türkische Schilder eingebracht, bzw. von Heimaturlauben mitgebracht werden.
Unser Bild zeigt auch Dr. Phil. Kemal Ramoglu (rechts), der vom Türkischen Generalkonsulat Nürnberg extra nach Hof gekommen war.
Vier türkische Schilder sind übrigens schon im Fernwehpark vertreten. Sie stammen, mitgebracht von türkischen Landsleuten, aus BURSA und aus ERDINE.
Auch Horst Hahn hat von einer Geschäftsreisen in die Türkei Schilder aus DENIZLI und
AKALAN beigesteuert. Sehen Sie dazu die entsprechenden Bildergeschichten.
Bei der Schilderübergabe auch mit dabei war Dennis Bailey, (links) Europabeauftragter der SPD für Hof und
Umgebung, der seit Jahren für den EU-Beitritt der Türkei einsteht und immer wieder bekräftigt, daß die Türkei zwischen
Europa und Asien eine Brücke sein könnte - ganz wie das Grußschild betitelt ist.
Bei einem Besuch im Hofer Rathaus bei Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner wurde von diesem eingeräumt,
dass es besonders im Bildungsbereich Probleme gibt. „Fast 17 Prozent türkischstämmige Schulabgänger sind ohne
Abschluss. Das ist enorm hoch, der Anteil von 1,7 Prozent Abiturienten wiederum noch zu niedrig“.
Eine Misere, die auch Aytunc Kilincsoy stark beschäftigt. Er wünscht sich deshalb für Hof, nach dem Vorbild
anderer Städte, die Gründung türkischer Elternvereinigungen und sagt: "Wenn Eltern dann sehen, dass man durch
Bildung etwas erreichen kann, werden sie sich mehr für die Integration einsetzen. Bildung muss an die erste Stelle rücken".
Auch für Öztürk Cil wirkt sich unzulängliche Bildung auf die Gesellschaft aus. "Nur wenn das Bildungsniveau
steigt, findet eine echte Integration statt", sagt auch die Generalkonsulin. So sind sich die Gesprächspartner im
Rathaus einig, Taten sollen folgen.
So wollen das Generalkonsulat und die Stadt gemeinsam eine Broschüre herausgeben und eine Ausbildungsmesse
veranstalten. Auch mit dem Deutsch-Türkischen Freundeskreis will Ece Öztürk Cil engere Kontakte knüpfen.
Die Übergabe des ersten türkischen Schildes am Fernwehpark macht den Anfang und festigt den ersten Eindruck
der Generalkonsulin von Hof. Sie sagt gegenüber der FRANKENPOST: "Ich habe hier ein sehr gutes Miteinander
gesehen."
Der Fernwehparkt will mithelfen, dass sich das Band Deutschland-Türkei weiter festigt und beide Länder unter
Beibehaltung eigenständiger Kulturen, in freundschaftlichen Miteinander, sozusagen Tür an Tür, zusammenleben können.