Scheichs aus Saudi Arabien bringen "Wüsten-Schildergruß"
Wasseraufbereitungstechnik vom Allerfeinsten - das findet man bei der Firma Söll in Hof. Und da Wasser in der Wüste bekanntlich ein sehr wertvoller Rohstoff ist, drang die Kunde von dem patentierten Verfahren, aus versalztem Wasser innerhalb von Sekunden gesundes Trinkwasser zu gewinnen, bis nach Saudi Arabien. Von dort nun reisten zwei Vertreter der Firma Al Amri Lab in das 4000 Kilometer entfernte Hof, um die Arbeit der Firma Söll kennenzulernen und Geschäftskontakte zu knüpfen.
Doch damit nicht genug. Die Fa. Söll informierte ihre Gäste aus den Vereinigten Arabischen Emiraten über Oberfrankens neue Touristenattraktion und der damit verbundenen Möglichkeit, mit einem Schildergruß an ihren Besuch in Germany zu erinnern. Dank dem vorbildlichen Blick nach vorne - übrigens für viele Firmen nachahmenswert - hatten die beiden Vertreter aus dem Wüstenstaat ein wunderschönes Schild im Gepäck, das sie an Fernweh-Park Initiator Klaus Beer übergaben.
Angetan von dem Erscheinungsbild des Fernwehparks Germany und dem damit verbundenen Friedenssymbol stellten sich der Präsident der Firma Al Amri Labs, Gildo B. Aldaran und sein philippinischer Operation Manager Zaid Bin Kemi gerne den Fotografen. Hier im Bild mit Fernweh-Park Initiator Klaus Beer und dem Geschäftsführer der Firma Söll, Dirk Stefan Haase (von links).
Empfangen, wie es Scheichs gebührt, erwartete die Gäste aus Saudi Arabien ein entsprechendes Begrüßungsprogramm. Nach einem Besuch im Rathaus informierte sie Klaus Beer über die Entstehung des Parks und über die prominenten Namen, die hinter dem Projekt stehen. Beim Betrachten des Fernweh-Park Prospekts entdeckten die "Wüstensöhne" zwei auch für sie bekannte Gesichter: Boris Becker und US-Country Star Willie Nelson.
Auch der regionale Fernsehsender TV Oberfranken war anwesend und hielt den "Schildergruß aus der Wüste" in einem netten Beitrag fest. Etwas enttäuscht, die Gäste aus Saudi Arabien nicht in traditionellen arabischen Gewändern filmen und fotografieren zu können, bat Reisefreak Klaus Beer, dies vielleicht einmal nachholen zu können. Zaid Bin Kemi und Gildo B. Aldaran versprachen, beim nächsten Besuch als "richtige Scheichs" im Fernweh-Park zu erscheinen. "Dann stimmt das Bild des Fernwehs zu 100 Prozent", freute sich Beer.
Während des Besuchs erfuhr man natürlich noch viel Wissenswertes über die Bestrebungen, in den Wüstenstaaten die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. In der Wüste am arabischen Golf herrscht an Wasser als natürlicher Ressource großer Mangel. Rund 90 Prozent seines Verbrauchs bezieht Saudi-Arabien deshalb aus dem Meer. Bereits vor 20 Jahren wurde mit der Entsalzung des Meerwassers begonnen, heute ist das Land der drittgrößte Produzent von Meerwasserentsalzungsanlagen weltweit. Ein großes Knowhow in der Trinkwasseraufbereitung besitzt man bereits, doch das Patent aus Hof ist ein weiterer Fortschritt auf der Suche nach der Gewinnung des lebensspendendem Naß für die Menschen in der Wüste. Denn mit der Entsalzung allein ist es nicht getan.
Bei der Entsalzung werden dem Wasser nämlich alle Mineralien entzogen - das so entstandene Produkt ist für den Menschen unverträglich. Bisher übliche Verfahren, Minerale wieder zuzusetzen, machen das Wasser allerdings instabil: Es reagiert mit Metall, reichert sich mit Schadstoffen an, die Wasserleitungen verrosten zudem.
Mit der Methode der Firma Söll, die ihr mit der Unterstützung des Freistaates Bayern eigens entwickeltes Aufbereitungsverfahren heuer auf einer Messe in Abu Dhabi vorstellte, passiert das nicht. "Unser Mineralmix ist so kombiniert, dass er innerhalb von 30 bis 90 Sekunden das entsalzte Meerwasser mit Mineralien anreichert und in seine natürliche Stabilität zurückbringt", erläuterte Dirk Stefan Haase.