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"Special Olympics" Teilnehmer grüssen alle Sportfreunde

Es sind nicht nur die großen Athleten, die bei den Olympischen Spielen begeistern. Die größte Bewunderung sollte denen gelten, die trotz schwieriger Lebenssituation mit frischem Mut ihre Frau oder ihren Mann stehen und dabei noch in sportlichen Leistungen über sich hinauswachsen. Wenn sie dabei noch Medaillen erringen ist das ein besonderer Grund zur Freude.

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Eine Gruppe von jungen Menschen des Ski-Teams der Schule zur individuellen Lebensbewältigung im TPZ Hof und der Hochfränkischen Werkstätten nahmen an den "Special Olympics Nationalen Winterspielen" in Unterjoch im Allgäu teil und brachten viele Preise mit, ein Grund, mit einem Grußschild an alle Athleten und Sportfreunde im Hofer Fernweh-Park vertreten zu sein. Denn für uns sind auch sie die STARS, nicht nur Gracia, BroSis oder Sarah Connor.

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Mit Stolz präsentierten die Jugendlichen zusammen mit ihren Führungskräften ihr Grußschild und auch ihre Medaillen. Denn die konnten sich sehen lassen. Die Entscheidung, durch die seit 11 Jahren im Schullandheim erworbenen Fähigkeiten im Skilanglauf an den "Special Olympics Winterspielen" für ganz Deutschland teilzunehmen, war mit Erfolg gekrönt.

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Die Jugendlichen errangen mit größtmöglichem Einsatz und mit Begeisterung ihre Medaillen und Platzierungen und konnten ihr Können, ihren Ehrgeiz und ihr jahrelanges Training unter Beweis stellen, was ihnen einen großen Zuwachs an Selbstbewusstsein, Selbständigkeit und riesige Freude brachte, wie man auf dem Bild sehen kann.

Gabriele Beck, Sonderschullehrerin des TPZ Hof berichtet: Vom 13. bis 16. Februar 2001 nahm unsere Einrichtung zum ersten Mal mit einer Schülerin, vier Schülern, einem Mitarbeiter der Hochfränkischen Werkstätten (damals noch Werkstatt für Behinderte) und 4 Betreuern an den Nationalen Winterspielen der "Special Olympics" in Zwiesel im Bayerischen Wald teil.

Zum zweiten Mal starteten wir heuer mit 8 Athleten; 4 Abfahrern und 4 Langläufern sowie 4 Betreuern bei den "Special Olympics" Winterspielen in Unterjoch im Allgäu vom 11. bis 14. Februar 2003.

Beide Male hatten wir gute Erfolge zu verzeichnen, so ernteten unsere Abfahrer heuer 3 Gold-, 3 Silber-, und 2 Bronzemedaillen im Slalom und Riesenslalom:

Nadine Schmidt, Riesenslalom -Goldmedaille mit 31.35 Sekunden

Martin Brigl, Riesenslalom - Goldmedaille mit 38.39 Sekunden

Martin Zschätzsch, Riesenslalom - Silbermedaille mit 70.51 Sekunden

Christoph Opitz, Riesenslalom - Bronzemedaille mit 35.37 Sekunden

Nadine Schmidt, Slalom - Goldmedaille mit 33.51 Sekunden

Martin Brigl, Slalom - Silbermedaille mit 44.23 Sekunden

Martin Zschätzsch, Slalom - Silbermedaille mit 56.72 Sekunden

Christoph Opitz, Slalom - Bronzemedaille mit 42.00 Sekunden

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Unsere Langläufer bekamen:

Marcel Speck, Goldmedaille im 3000 m - Lauf mit einer Zeit von 24.20 Minuten

Sandro Menna, Bronzemedaille im gleichen Wettbewerb mit einer Zeit von 25.51 Minuten

Kathrin Strößner, 4. Platz ebenfalls im 3000 m - Lauf mit einer Zeit von 45.28 Minuten

Franca Kaupenjohann, 5. Platz mit einer Zeit von 35.24 Minuten

Kathrin Strößner, Bronzemedaille im 5000 m - Lauf mit einer Zeit von 44.00 Minuten.

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Sandro Menna, Franca Kaupenjohann, Marcel Speck, 4.Platz in der 3x 500 m - Staffel.

Dazu muss man anmerken, dass die Athleten am Donnerstag, den 13. Februar 2003, bei den Wettkämpfen in Leistungsgruppen starteten, die am Mittwoch durch Qualifizierungsläufe ermittelt wurden. Es starteten jeweils 6 Athleten in einer relativ leistungshomogenen Gruppe, damit jeder eine Chance auf einen guten Platz hatte.

Die Philosophie der Special Olympics beinhaltet, wie auch beim olympischen Eid am Mittwochabend im Musicaltheater in Füssen zum Ausdruck kam, dass "Jeder mutig sein Bestes geben soll".

Unsere Teilnehmer aus der Schule zur individuellen Lebensbewältigung im TPZ Hof (Nadine Schmidt, Oberstufe; Martin Brigl, Sandro Menna und Marcel Speck, Werkstufe) und aus den Hochfränkischen Werkstätten (unsere ehemaligen Schüler Christoph Opitz, Martin Zschätzsch, sowie Franca Kaupenjohann - Integra und Kathrin Strößner - Bio-Bauernhof der Eltern) hatten in den vorhergegangenen Wintern jeweils während einer einwöchigen "Skifreizeit" in Österreich (Neukirchen am Großvenediger, Salzburger Land) am Gerlos-Pass fünf Tage lang fleißig mit anderen Schulkameraden und Mitarbeitern der Werkstatt trainiert.

Wie alles begann

Dieser seit 11 Jahren stattfindende Schullandheimaufenthalt mit Schwerpunkt Skilaufen hatte sich in den vergangenen Jahren immer stärker hinsichtlich der teilnehmenden Personenzahl an Schüler/innen und Beschäftigten der Hochfränkischen Werkstätten ausgeweitet.

Nach und nach war das Angebot an "Wintersportarten" von zuerst nur Schilanglauf, über Schiabfahrt (sowohl mit Kurz-, als auch Normalschiern) bis hin zum Snowboardfahren vergrößert worden.

Sogar Rodeln, Eisstockschießen und Eislaufen waren je nach Möglichkeiten und Witterung mit auf dem Programm, sowie Luftgewehrschießen in unserem Jugend- und Gästehaus Venedigerhof.

Wir veranstalteten sogar einen "besonderen Biathlon", indem wir die in einer Woche gefahrenen Langlauf-Kilometer und die erzielten Ringe beim Schießen bei den einzelnen Teilnehmern werteten und prämierten.

Da gab es durchaus Jugendliche, die in fünf Tagen 150 Kilometer in den Loipen schafften, aber auch schwächere Schüler und junge Erwachsene aus den Hochfränkischen Werkstätten kamen auf ihre Kosten und leisteten nach ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten Großartiges und hatten ihre Freude. Zum Abschlussabend bekamen die Teilnehmer Urkunden, Pokale und Medaillen, sowie kleine Preise.

Traumziel Olympia

Aus diesen Wintersport-Betätigungen und dem jahrelangen Training heraus entstand bei uns der Wunsch, auch an den "Special Olympics Winterspielen" für ganz Deutschland teilzunehmen, als wir durch den Beitritt der Lebenshilfe Hof davon erfuhren und die Möglichkeit erhielten.

So nahm unsere oberfränkische Gruppe schon vor zwei Jahren und in diesem Jahr nun zusammen mit anderen Teams aus Bayern, Baden- Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Rheinland- Pfalz, Thüringen, sogar mit einzelnen Delegationen aus der Schweiz, Österreich, Frankreich und aus Monaco an den Nationalen Winterspielen teil und es gaben auch diesmal alle Athleten mit einer geistigen Behinderung ihr Bestes.

Es wurde vom Bayerischen Fernsehen am Samstag, den 15. Februar in "Sport aktuell" um 16.00 Uhr ein 15 Minuten dauernder Film über diese besondere Olympiade ausgestrahlt, in dem auch die phantastische Stimmung dieses Ereignisses gut eingefangen wurde. Am Mittwoch, den 26. Februar, lief um 20.15 Uhr in "Bürger aktiv" eine Reportage über unser Abfahrtsteam mit der teilnehmenden Schülerin Nadine Schmidt (jeweils Gold im Slalom und Riesenslalom), die vom Kamerateam nach vorheriger Absprache am Wettkampftag begleitet wurde.

Ein Traum wäre für unsere Athleten natürlich einmal eine Teilnahme an den "Special Olympics Weltspielen", die z.B. im Jahr 2005 in Japan stattfinden werden. Da müssten wir aber Sponsoren finden, die uns durch häufigeres und besonderes Training, das natürlich teuer kommt, die Möglichkeiten gäben, uns weiter zu qualifizieren.

Anmerkung der Redaktion: Wer die Jugendlichen des TPZ Hof hier unterstützen möchte, kann sich unter Tel: 09281/470 230 mit Frau Gabriele Beck, Sonderschullehrerin, in Verbindung setzen.

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