Kuhschnappel
Einzug in den Themenpark der kuriosen und außergewöhnlichen Ortsnamen hielt nun auch KUHSCHNAPPEL der Gemeinde St. Egidien.
Laut Hobby-Historiker Andreas Barth, der das Ortsschild von der Gemeindeverwaltung für den Fernwehpark erbat, leitet sich der Name von den altslawischen Wort "Okonschnopolje" ab, das soviel wie "Endfeld", "Feld mit Spitzen" oder weit abgelegenes Feld bedeutet. Bei KUHSCHNAPPEL handelt es sich demzufolge um eine Siedlung am Ende eines Feldes, beschreibe also im Ortsnamen ganz einfach die geografische Lage.
Augenzwinkernd gesehen gäbe es aber noch eine andere Bedeutung, die Nutzung als Spottname. Denn als "Kuhschnappler" bezeichne man auch Menschen mit kleinbürgerlicher Herkunft, die als etwas beschränkt oder zurückgeblieben angesehen wurden. Dies alles wurde in einem TV-Beitrag des mdr offenbar, in dem der Namenforscher Jürgen Udolph, der sich seit 30 Jahren mit Namenskunde beschäftigt und als der "Herr der Namen" bezeichnet wird, dem Ortsnamen von Kuhschnappel auf der Spur war.
Wie in der Sendung zu erfahren war, trifft diese letztere Bezeichnung keinesfalls auf die Dorfbewohner zu, die sich ausgesprochen "ausgeschlafen" präsentierten und Dank Andreas Barth, nun auch den Namen "Kuhschnappel" im Hofer Fernwehpark auf Jahre hinaus ins Rampenlicht der Medien, Stars und Besucher aus aller Welt stellten.